Frank-D. Richter, Buchautor
Ich liebe dich noch immer, wenn ich darf

Kleine Leseprobe aus "Ich liebe dich noch immer, wenn ich darf"

... Ein größeres Problem jedoch stand bevor. Ich sah es jedenfalls als ein größeres Problem. Der letzte Abend, die letzte Nacht vor der OP gemeinsam zuhause! Danach wird es nicht mehr so sein, wie in all den Jahren vor dieser Nacht. Es war wie ein Abschied, nein, es war ein wirklicher Abschied. Haben Sie sich schon einmal überlegt, wie sie solche Nacht mit ihrer Lebensgefährtin, Frau oder Freundin verbringen würden? Was würden sie tun? Alles ganz normal angehen lassen, so wie immer, vielleicht ein oder zwei Zärtlichkeiten mehr und dann einfach die Augen schließen und warten, was da so kommt, einschlafen? Nein, das konnte und wollte ich nicht - nicht einfach so wie immer zur Tagesordnung übergehen. Ich fragte also Maria, wie sie sich den Abend vorstellte? „Ich weiß nicht“, kam es zurück, „vielleicht einfach nur wissen oder spüren, dass du da bist ...? Mehr möchte ich nicht.“ „Ja, das ist gut“, entgegnete ich erleichtert. Ich öffnete nach dem Abendessen eine Flasche Wein und so begann unser Abend, eher schweigsam, jeder in seiner Gedankenwelt gefangen und eigentlich schon mit dem Kopf weit, weit weg. Über seine unmittelbaren Befindlichkeiten hat keiner von uns gesprochen, nicht sprechen können. In Gedanken wurden etliche Male die unterschiedlichsten Szenarien durchgespielt, was wäre, wenn. Wieder und immer wieder. Später spürten wir unsere Haut. Es war sehr angenehm und intensiv, aber auf eine ganz andere Art. Es löste keine Lust in dem herkömmlichen Sinne aus, dafür waren wir gedanklich schon zu sehr im Morgen, aber es war dennoch ein wunderbares Gefühl, das sagte: „Wir gehören zusammen, wir können uns aufeinander verlassen!“ An dieses Gefühl werde ich mich immer wieder erinnern. Es war sehr einprägsam ...

                                                                                                                                                                                                                                 

Natürlich können Sie mich gern für eine Lesung buchen. Dann erfahren Sie viel, viel mehr über das Buch und dessen Entstehung. Auch einzelne Buchhelden werden Sie in der Lesung ein wenig kennenlernen können. Ich freue mich auf Ihre Anfragen.

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